Natürlich
kann jeder Züchter seine Tiere benennen wie er will. Leider wird
davon auch rege gebrauch gemacht. So habe ich von den tollsten
Farbvarianten gehört, die sich aber später nur als farblose Nominat
Bartis herausstellten. Die Farbzeichnungen zeigen sich bei den
meisten Bartagamen erst im Laufe ihrer Häutungen.
Bei Jungtieren sind die Farben noch nicht so ausgeprägt, aber
mit jeder Häutung wird die
Farbzeichnung intensiver und farbenprächtiger.
Unseres wissens nach, sind nur Sandfire und Blood eingetragene
Warenzeichen.
Albino
Die Albinovariante ist natürlich ebenfalls ein Gendefekt
der Weitervererbt werden kann, allerdings ist die Frage
ob man diesen defekt will. Es werden sehr wenige dieser
Tiere Geboren und ich kenne auch nur ein Züchter aus der
USA der diese Tiere gezüchtet hat oder noch Züchtet. Sie
sind halt eben nur weiß mit Roten Augen und klaren Nägel.
Sie sehen ein wenig kurios aus und sind meiner Meinung nach
kein Zuchtstamm den man weiterführen sollte. Wie die Lebenserwartung
der Tiere ist kann noch niemand sagen und auch die Größe
der Tiere dürfte relativ gering sein, abgesehen von den
multiblen entartungen und deformitäten die diese Zuchten
hervorbringen.
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German Giant
German Giant bedeutet eigentlich nur, das dies besonders
große Tiere, mit einer grauen Nominatfärbung und einem länger
gestreckten Körper wie andere Pogonas. Diese Variante wurde
ursprünglich in Deutschland gezüchtet. Um die Größe zu erreichen
sollen Pogona Vitticeps mit Pogona Barbata verpaart worden
sein. Inzwischen gibt es viele Varianten in die Farbe mit
hineingezüchtet wurden worunter meist die enorme Größe der
Ursprünglichen German Giants gelitten hat. Original German
Giants züchten nicht mehr viele aber bei Kevin Dunne kann
man diese Tiere immer noch bekommen soviel ich weiß, denn
er ist der bekannteste German Giant Züchter. |
Blood
Sind extrem rote Tiere mit einer hellen Streifenzeichnung
die in der Paarungzeit hell lila wirkt.
Diese Tiere sind ursprünglich von Kevin Dunne gezüchtet
worden. Die Bloodform ist verstärkt durch Kevin Dunne in
den USA etabliert worden. Diese Tiere besitzen als Jungtiere
eine dunkelrote Farbmaserung die bei Adulten Tieren sehr
oft bis in eine dunkelbraune übergehen kann. 100%
Blood´s sind nur an einen Zertifikat zu erkennen. |
Red :
Alle Varianten von hellrot bis dunkelrot und bis zu brauntönen
Beispiel: Kalina
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Sandfire
Sandfire gibt es inzwischen tausend Varianten die zum Verkauf
angeboten werden, aber nur wenige davon sind echte Sandfire
Nachzuchten sondern eher Morph Tiere verschiedenster Mischungen.
Echte Sandfire Tiere gibt es eigentlich nur von der Sandfire
Dragon Ranch aus der USA die diese herrlichen Tiere hervorgebracht
hat und auch für die Namensgebung verantwortlich ist. Mr.
Mailloux hat sich den Namen Sandfire sogar als Warenzeichen
eintragen lassen. Sollte jemand echte Sandfire aus der USA
von Mr. Mailloux besitzen und mit diesen Tieren Nachzüchten
wären dies natürlich echte Sandfire und dürfen auch so benannt
werden, aber nur diese und sonst keine. Die Färbung der
Tiere ist Rotorangegelb und bedeckt den ganzen Körper inklusive
dem Bart der Tiere. Einige sagen das diese Tiere sogar Blaufärbung
besitzen was ich aber bis jetzt nicht bestätigen kann. Wer
auf die Homepage der Sandfire Dragon Ranch geht kann sich
von der Qualität dieser Variante überzeugen, da auf der
Homeseite ein besonders schönes Exemplar abgebildet ist. |
Chris Allen Red
Wie sollte es anders sein hat ebenfalls ein Amerikaner
mit Namen Chris Allen diese Variante selektiv gezüchtet.
Die Färbung dieser Tiere ist eher dunkelrot mit einem hohen
Magentaanteil. Diese Tiere sind komplett in dieser Färbung
durchgemasert und auf den ersten Blick direkt zu erkennen.
Von dieser Variante gibt es in Deutschland sehr wenige Tiere
wenn überhaupt. Außer angebliche Chris Allen Red Tieren
die allerdings nicht so aussahen sind mir noch keine live
unter die Augen gekommen.
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Redflame
Wer diese Variante etabliert hat konnte ich nicht nachvollziehen,
allerdings vermute ich dass es eine Mischung zwischen Sandfire,
Blood und Citrus Tieren ist da alle Elemente dieser Tiere
vorhanden sind. Die Redflame Tiere besitzen ein Orange Rot
an manchen stellen bis in ein leichtes Gelborange übergehende
Anteile. |
Salomon Hypo
Die Salomon Hypo Variante stammt von Kevin Dunne und ist eine
Morph Mix aus Snow und Sandfire. Die Tiere reichen von rosafarbenem
bis zu Orange, viele mit Lavendelmarkierungen. Als Adulte
Tiere verliert sich häufig ihre Musterung und sie werden patternless. |
Citrus
Diese Variante ist durch Terri Sommella und Adam von Fire
& Ice aus der USA gezüchtet worden und auch ihr Markenzeichen.
Sie bezeichnen sie auch als Citrus Color Morph oder Citrus
100% Color. Diese Tiere sind durchgehend Gelb wie eine Zitrone,
haben fast keine Schwarzmaserung was die 100% Color auch
aussagen soll und zählen ebenfalls zu unseren Favoriten.
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Sunburst
Sunburst ist wiederum eine von Kevin Dunne etablierte Variante
die ebenfalls eine Gelbe Färbung besitzt, allerdings auch
Orange und Rotanteile beinhaltet. Diese Tiere sind im Gegensatz
zu der Citrusvariante am ganzen Körper gemasert und besitzen
zu 80-90% Gelbanteil, laut Kevin Dunne.
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Snow
Die Bartagamen mit der Bezeichnung Snow sind weiß mit einem
mehr oder weniger intensivem grauschimmer. Sie besitzen
um die Augen einen Orangegelben Ring und haben kaum oder
gar keine Zeichnung über dem Körper. Wer diese Variante
etabliert hat ist mir unbekannt aber Fire & Ice Züchtet
inzwischen diese Tiere als Leucistic Mixed und erhält so
wirklich Schneeweise Tiere, allerdings ist der Augenring
fast nicht mehr zu sehen und es
sind Leucistische Tiere.
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Blue
Es werden hin und wieder Tiere mit der Bezeichnung Blue
angeboten. Dies ist keine Farbvariante die sich bis heute
etabliert hat. Ich selbst habe auch noch kein Tier gesehen,
auch wenn es die Bezeichnung Blue hatte, das wirklich eine
blaue Färbung besaß. Ich habe auch schon gehört dass einige
Züchter mit Lebensmittelfarben arbeiten um eine blaue Färbung
zu erhalten. Dies ist natürlich verwerflich und macht diese
mit Sicherheit krank.
Sollte es so etwas wirklich geben finde ich das Moralisch
nicht vertretbar und kann auch nur vom Kauf solch behandelter
Tiere abraten. |
Translucent
Diese Tiere wirken immer so als wären sie kurz vor der
Häutung was die Haut ein wenig Transparent erscheinen lässt.
Die Tiere besitzen dabei schwarze Augen wobei ich auch schon
welche mit braunen gesehen habe. Ob dies ein Gendefekt wie
bei den Leucisten ist kann ich nicht sagen, wäre aber möglich.
Weiterhin ist mir aufgefallen das diese Tiere meist relativ
klein sind, was aber auch Zufall sein kann bei den Tieren
die ich bis jetzt gesehen hab. Diese Tiere werden in der
USA recht teuer gehandelt und kommen schon fast an die Preise
der Leucisten heran. Ihre Färbung, die nur ganz wenig durchschimmert,
kann absolut unterschiedlich sein.
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Leucistic
Die Bezeichnung Leucistic bzw. Leucismus ist eigentlich
ein Gendefekt der bei den Nachzuchttieren weitervererbt
werden kann. Das Interessante bei dieser Variante sind die
Schwarzpigmente die bei den Leucisten überlagert werden.
Weiterhin haben sie keine schwarzen Nägel sondern klare.
Die Leucisten werden von vielen mit hellweisen Tieren in
Verbindung gebracht was aber Unsinn ist. Leucisten können
in allen Farben Vorkommen, lediglich Leucisten die man mit
Hyposnows verpaart können sich als Schneeweise Tiere darstellen
wenn die Genvererbung bei ihnen durchkommt.
Also Leucistic bedeutet nur überlagerte Schwarzpigmente
und klare Nägel. Die Augenfärbung hat dabei nichts zu sagen. |
Transleucist
Diese Sonderform der Zuchtbestrebungen ist eine absolute
Rarität unter den Pogona Vitticeps. Es ist eine Morphversion
die beide Gendefekte der Leucistic sowie der Translucent
Variante beinhalten. Diese Tiere sind Bildhübsch und genauso
begehrt wie selten. Für diese Varianten werden Preise in
Astronomischen höhen verlangt und auch bezahlt. Live habe
ich wegen ihrer Seltenheit leider noch kein Exemplar begutachten
dürfen.
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Nominat:
Dies ist keine spezielle Zuchtform sondern lediglich die
Wildform die meistens in Zoohandlungen Angeboten wird. Wildfarbend,
meist grau - braun
Aus diesen Tieren sind alle Farbformen herausgezüchtet worden.
Diese Tiere besitzen hauptsächlich eine graue Grundfärbung
mit Schwarzer Maserung. Einige der Nominattiere besitzen
auch hin und wieder leichte rötlichbraune Anteile. Dies
heißt nicht das es sich um Farbbartagamen handelt, aber
aus solchen Tieren sind die Farbzüchtungen
entstanden.
Beispiel: Gizmo |
Leatherback
Bei diese Zuchtform sind die Schuppen der Tiere fast nicht
mehr zu erkennen da sie deutlich kleiner sind als bei gewöhnlichen
Bartagamen. Die Haut der Leatherbacks sieht aus wie Leder
und ähnelt in der Strucktur einer Schlangehaut. Diese Tiere
sind relativ selten und werden verstärkt von Dachiu in der
USA gezüchtet.
Beispiel: Davne |
Silkback
Bei Silkback Tieren gehen die Bestrebungen der Profizüchter
unseres erachtens definitiv zu weit. Diese Tiere besitzen
keinerlei Schuppen oder Stacheln. Sie sehen eher kurios
aus als schön. Wir hoffen das diese Tiere nicht weiter gezüchtet
werden da dies nichts mehr mit schönen Farbzuchten zu tun
hat. Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters aber eine
Bartagame sollte irgendwie auch noch wie eine Bartagame
aussehen. Diese übertriebene Züchtung kommt von einem Italiener.
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Pastell
sagt eigentlich noch nichts über die Farbe aus und ist
daher als Zustaz zu einer Farbe zu sehen. Pastell Tiere
haben sehr weiche sanfte Farben. Pastelltiere haben wie
der Name schon sagt eher blasse bzw. sanfte Farbtöne. Darüber
welche Farbe das Tier besitzt sagt der Name nichts aus weshalb
auch immer die Farbe vor der Bezeichnung Pastell steht wie
z.B. Orange Pastell. |
Erythristisch
Diese Bezeichnung bezieht sich auf den Rotanteil der Tiere,
womit wie bei Xanthisch, durch die entprechenden Vorsilbe,
der vorhandene Farbpigmentanteil beschrieben wird.
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Hypomelanistisch
Die Zusatzbezeichnung Hypo bezieht sich auf den Melaninanteil
der Haut wodurch die Schwarzpigmente reduziert werden.
Diese Tiere nennt man hypomelanistisch. Im allgemeinen sind
diese Tiere relativ hell von ihrer Grundfärbung und können
in alle Farbvarianten reingezüchtet werden. Ein weiteres
Zeichen von Hypomelanistischen Tiere ist das die Krallenbasis
klar ist, (allerdings nicht zwingend) wodurch viele ihre
Tiere fälschlicherweise als Leucistic bezeichnen. Einige
gehen davon aus das Hypomelanistische Tiere einen Gendefekt
haben was ich allerdings nicht bestätigen kann. Hypomelanistic
bedeutet, soweit mir bekannt ist, lediglich einen verminderten
Melaninanteil unter der Haut. |
Hypermelanistisch
Hypermelanistisch bedeutet genau das Gegenteil von Hypo,
also zuviel Melanin unter der Haut. Diese Tiere werden sehr
Dunkel und
sind eigentlich nicht so erwünscht in der Farbzucht da sie
die Färbung der Tiere relativieren und Schwarz erscheinen
lassen.
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Heterozygot
Heterozygot bedeutet, dass das Erbgut einer Zelle zwei
verschiedene Allele, also zwei unterschiedliche Kopien eines
bestimmten
Gens auf beiden Chromsomen aufweist, die das Gen enthalten.
Für jeden verständlich bedeutet das, dass ein Tier mit diesem
Merkmal
Junge hervorbringen kann die komplett anders aussehen als
seine Eltern. |
Het
In letzter Zeit wird öfter die bezeichnung Het vor eine
Variante gesetzt wie z.B. Het leucist oder Het blood, was
eigentlich nicht
mehr bedeutet als Heterozygot.
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Rainbow
Rainbow ist ein Name den mehrere Züchter aus Deutschland
ihren Tieren geben. Dies hat allerdings nichts mit einer
etablierten Farbvariante zu tun. Es besagt lediglich das
diese Tiere Multicolor sind, also das, was sehr viele Morphtiere
besitzen ohne so zu heißen.
Beispiel: Romeo
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Morph
Diese Bezeichnung eines Tieres heißt eigentlich nur das
zwei verschiedene Farbvarianten miteinander verpaart worden
sind. Dabei entstehen Mischlinge oder Morphtiere die wiederum
Genträger beider Elterntier Varianten und somit auf eine
oder mehrere
Farbvarianten Het sind. Dies ist inzwischen eine gängige
Praktik die wir begrüßen, da sehr schöne Mischungen dabei
entstehen, die Inzucht ein wenig vermindert wird und der
sowieso zu gering vorhandenen Genpool unserer Tiere im Land
ein wenig erweitert.
Dies ist natürlich wünschenswert um gesunde und kräftige
Nachzuchttiere zu erhalten. |
Xanthisch
Diese Bezeichnung beschreibt den Anteil des gelben Farbstoffes
den ein Tier besitzt, z.B. wird durch die Vorsilbe hypo-xanthisch
deutlich gemacht, dass der entsprechende Farbstoff nur reduziert
vorhanden ist. Dies kann von kaum merkbarer Reduktion bis
zum annähernden Fehlen des Farbstoffes reichen. Bei der
Vorsilbe hyper-xanthisch ist besonders viel gelber Farbstoff
vorhanden, der andere Farbanteile größtenteils bis komplett
überlagert. Die vorsilbe bzw. der Buchstabe A-xanthisch
hingegen besagt das die dementsprechenden Tiere keinerlei
gelben Farstoff besitzen.
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Melanistisch
Bei der Bezeichnung Melanistisch ist der Schwarzanteil
eines Tieres gemeint. Siehe dazu die Beschreibung Hyper-
und Hypomelanistisch.
A-Melanistische Tiere wären ohne jeglicher Schwarzpigmentierung,
die, obwohl es seit Jahren Bestrebungen gibt solche Tiere
zu züchten,
noch niemanden als Zucht gelungen ist.
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Streifenmuster
Es gibt verschiedene Streifenmuster bei Bartagamen womit
eigentlich die Schwarzmusterung der Tiere gemeint ist. Je
nachdem wie diese Musterung sich darstellt haben die Tiere
folgende Zusatzbezeichnungen was nichts mit der
Farbvariante zu tun hat.
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Patternless Tiere die zeichnungslos bzw. ohne Muster sind
Stripped Tiere mit beidseits paravertebral verlaufenden Längsstreifen